Tracheitis: Diagnose
Tracheitis (und Schnarchen)
Akute Tracheitis
Tritt als deszendierender Nasenrachenkatarrh oder zusammen mit einer Laryngitis oder Bronchitis auf.
Symptome
- Retrosternale Schmerzen, Wundgefühl
- Husten: heftige Reizhustenanfälle, von äußeren Temperaturschwankungen abhängig
- Besonders bei Kindern mit stärkerer ödematöser Schleimhautschwellung und zähflüssigem eitrigem Sekret; wenn das Sekret nicht spontan entleert wird, können dyspnoische Zustände bis zu akuten Erstickungsanfällen auftreten (häufig bei Grippeepidemien)
Differenzialdiagnose
Stets an Keuchhusten denken, selbst beim Erwachsenen
Pseudomembranöse Tracheobronchitis
Ätiologie
Hervorgerufen durch Streptokokken, seltener durch andere Bakterien
Symptome
Schwere progressive Dyspnoe
Diagnostik
Bronchoskopie
Chronische Tracheitis
Als Folge einer akuten Tracheitis oder Tracheobronchitis bzw. mehrerer aufeinander folgender Schübe bei:
- Nasennebenhöhleninfektion
- Nasenseptumdeviation (Mundatmung)
- Ozäna
- Beruflichen Schäden: chemische Reize, Staub, Nikotinabusus
Schnarchen – obstruktive Schlafapnoe
Ätiologie
Starkes Schnarchen ist – über eine zwischenmenschliche Belastung hinaus – meist mit pathologisch-anatomischen Anomalien korreliert. Neben einer mehr oder weniger starken Behinderung der Nasenatmung (Septumdeviation und/oder Muschelhyperplasie) sind in der Regel Missbildungen des weichen Gaumens und der seitlichen Rachenschleimhaut als Ursache für eine relative nächtliche Obstruktion der oberen Luftwege verantwortlich, wobei durch die eingeatmete Luft diese lockeren Gewebe zum Vibrieren gebracht werden, was zu den Geräuschen führt, die als Schnarchen bezeichnet werden.
Pathophysiologie
Es liegt eine Verengung der oropharyngealen Luftwege vor, die durch eine Verlängerung und Vergrößerung des weichen Gaumens und der Uvula sowie übermäßige Schleimhautwülste im Bereich der lateralen Pharynxwand bedingt ist, wobei es während des Schlafes noch zu einem Spannungsverlust der Muskulatur kommt, welche die Atemwege offen hält. Dies führt zu einem Kollaps der oropharyngealen Luftwege mit der Entwicklung eines negativen oropharyngealen Drucks, in schweren Fällen auch zu einer Erhöhung des intrathorakalen Drucks und zu einer obstruktiven Schlafapnoe (periodischer Atemstillstand). Die Symptome werden durch Alkohol, Hypnotika, Tranquilizer und Antihistaminika verstärkt und sind zusätzlich häufig mit Adipositas, pulmonaler und systemischer Hypertonie und pathologischen EKG-Befunden korreliert.
Bei kindlichem Schnarchen liegt die Ursache meist in einer adenotonsillären Hypertrophie.






